Psychotherapie: Veränderung – Herbst

Die vier Jahreszeiten – Vom Entstehen und Vergehen

 

In allen Veränderungsprozessen lassen sich unterschiedliche Phasen erkennen. Jede dieser vier Phasen hat ihre Zeit, ihre besonderen Merkmale und ihre spezifische Energie, die sie braucht, um sich zu entfalten. In jeder dieser Phasen sind wir auf unterschiedliche Art gefordert, uns den jeweiligen Aufgaben zu stellen.“

 

Die vier typischen Phasen eines Wandlungsprozesses lassen sich auch am Lauf der Jahreszeiten beobachten:

Frühling (Anfangsphase),

Sommer (Mittlere Phase),

Herbst (Abschlussphase) und

Winter (Zwischenphase).

 

Erntedank und Sturm im Herbst

Der Herbst ist eine Zeit intensiver Transformation. In der Natur leuchten die Farben mit letzter, feuriger Intensität, doch schon bald verblasst die Pracht, und die Blätter trudeln im Tanze zu Boden, wo sie seufzend liegen bleiben, bis sie selbst wieder zu Erde geworden sind.

Die Farben der Leidenschaft weichen einer friedlichen Blässe, der die Kraft sichtbar entschwindet. An windstillen Tagen lassen sich die letzten ausgedörrten Blätter tonlos von den Bäumen fallen.

Und wenn die Herbststürme kommen, werden auch die allerletzten Laubfetzen von den Ästen gerissen, denen sie einst als dichtes grünes Blätterkleid dienten.

Bevor es jedoch so weit ist, verkörpert der Herbst auch eine goldene Zeit der Reife und der Ernte. Spätestens jetzt bringen die letzten Büsche und Bäume ihre Früchte hervor und geben damit ganz nebenbei mit den Samen ihren Bauplan an die nächste Generation weiter.

Auf diese Weise wird der sich ständig entfaltende Prozess des Lebens auch durch die sich anschließende karge, dunkle Winterzeit nicht vollständig unterbrochen.“

 

Im Rad des Wandels steht der Herbst für:

verwelken, sich lösen,

Reife, Ernte, Dank,

Alter,

Befreiung, Ballast abwerfen,

Projektabschluss,

Scheidung, Trennung,

Insolvenz, Pleite,

Sterben,

Abschied nehmen, trauern.

 

Ich meine:

Lasst uns auf den Herbst einlassen, Abschied nehmen vom Sommer und uns lösen von dem Vergangenen um offen für das Neue zu werden!

🙂

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Tineke Osterloh: Stark im Wandel. Lebensveränderungen annehmen und aktiv gestalten. München 2017

Foto: Pixabay

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