Meditation: Ruhe durch Innenschau

 

Der Zen-Meister Thich Nhat Hanh lehrt uns, dass wir uns immer, wenn wir uns eines starken, beunruhigenden oder negativen Gefühls bewusst werden, beruhigen können, indem wir uns auf unsere Atmung konzentrieren. Wenn du die Aufmerksamkeit auf den Atem richtest – ein und aus – wirst du ganz ruhig. Konzentriere dich einfach darauf, in den Bauch zu atmen. Spüre, wie sich der Bauch beim Einatmen wölbt. Spüre, wie er beim Ausatmen wieder sinkt. Atme ein und achte darauf, wie du atmest: Ist der Atem schnell und kurz oder tief und langsam? Sei achtsam beim Ein- und Ausatmen, um den Atem zu beruhigen.

Nimm, sobald der Atem tief und langsam geworden ist, im Einatmen wahr, wie das starke Gefühl abklingt. Im Ausatmen spürst du, wie der Ärger oder die Angst verebben. Im Einatmen spürst du, dass das Gefühl nicht mehr da ist. Verweile in diesem Frieden. Jetzt kannst du hinter das Gefühl schauen. Du bist dir deiner tiefen Verbundenheit mit der Situation oder Person bewusst, die das Gefühl hervorgerufen hat, und kannst nun aus authentischer Macht heraus, aus dem Bewusstsein deiner seelischen Verbundenheit heraus handeln.

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Text leicht verändert übernommen aus Baptist de Pape: „The Power of the Heart. Finde den wahren Sinn deines Lebens“, München 2014, S. 111

Foto: Pixabay

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