Meditation: Die Seele erden

 

Mit offenem Herzen sehen wir die Welt in all ihrer Schönheit, in all ihren freundlichen, großzügigen, lebendigen Details. Jedes Detail habe seinen Platz und seinen Sinn, schreibt der Physiker und Achtsamkeitslehrer Jeremy Hayward. Von ihm stammt auch die folgende Kontemplation:

Denke an etwas Schönes oder betrachte zum Beispiel eine Blume, um die Aufnahmefähigkeit deines Herzens zu stärken. Nimm die Blume in ihren Farben und ihrer Gestalt wahr. Schau genauer hin und entdecke die Einzelheiten: die Äderchen in den Blättern und Blütenblättern, die feine Textur im Zentrum der Blüte. Vertiefe dich in jedes einzelne Detail, spüre den Raum und die Weite darin und darum herum. Verbinde dich mit dem Raum in der Blume und mit dem Raum, der sie umgibt.

Verbinde dich nun mit dem Raum um dich herum. Lege dich auf den Boden oder aufs Bett und rolle dich zusammen wie ein Fötus im Mutterleib. Ziehe die Knie hoch bis zur Brust und umfange sie mit den Armen. Schließe fest die Augen und stelle dir vor, der Raum um dich herum sei schwarz. Spanne alle Muskeln deines Körpers an, die Füße, die Beine, den Rücken bis hinauf zum Kopf. Halte eine Zeitlang die Spannung. Lasse nun – weiterhin mit geschlossenen Augen – von den Zehen bis zum Kopf einen Muskel nach dem anderen los. Vertraue darauf, dass die Welt gut ist. Lasse die Augen noch immer geschlossen und rolle dich langsam wieder auf, bis du auf dem Boden ins Sitzen kommst.

Öffne nun die Augen. Atme aus. Nimm die Luft auf deiner Haut wahr und den Raum, der dich umgibt. Schau dich langsam um und betrachte einen Gegenstand nach dem anderen. Tauche richtig mit dem Blick ein, so dass du nicht nur den Gegenstand wahrnimmst, sondern auch den Raum und das Licht, die ihn umgeben. Lasse dir bei jedem Gegenstand Zeit und spüre das prinipiell Gute an allem, was du siehst.

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Text leicht verändert übernommen aus Baptist de Pape: „The Power of the Heart. Finde den wahren Sinn deines Lebens“, München 2014, S. 94f.

Foto: Pixabay

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