Gedicht zum Winteranfang

 

Ein milder Wintertag

An jenes Waldes Enden,

wo still der Weiher liegt und längs den Fichtenwänden sich lind Gemurmel wiegt;

wo in der Sonnenhelle, so matt und kalt sie ist,

doch immerfort die Welle das Ufer flimmernd küsst.

Wenn ich den Mantel dichte nun legen übers Moos,

mich lehnen an die Fichte und dann auf meinem Schoß.

Gezweig’ und Kräuter breiten, so gut ich’s finden mag:

Wer will mir’s übel deuten, spiel ich den Sommertag?

Und hat Natur zum Feste nur wenig dargebracht:

Die Luft ist stets die beste, die man sich selber macht.

(Annette von Droste-Hülshoff)

Foto: Pixabay

 

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