Gedicht zum Winteranfang 2023

Ein milder Wintertag

 

An jenes Waldes Enden,
wo still der Weiher liegt
und längs den Fichtenwänden
sich lind Gemurmel wiegt;

wo in der Sonnenhelle,
so matt und kalt sie ist,
doch immerfort die Welle
das Ufer flimmernd küsst.

Wenn ich den Mantel dichte
nun legen übers Moos,
mich lehnen an die Fichte
und dann auf meinem Schoß.

Gezweig‘ und Kräuter breiten,
so gut ich’s finden mag:
Wer will mir’s übel deuten,
spiel ich den Sommertag?

Und hat Natur zum Feste
nur wenig dargebracht:
Die Luft ist stets die beste,
die man sich selber macht.

(Annette von Droste-Hülshoff)

_______________________________________

Foto: Pixabay

 

Gedicht zum Winteranfang

 

Ein milder Wintertag

An jenes Waldes Enden,

wo still der Weiher liegt und längs den Fichtenwänden sich lind Gemurmel wiegt;

wo in der Sonnenhelle, so matt und kalt sie ist,

doch immerfort die Welle das Ufer flimmernd küsst.

Wenn ich den Mantel dichte nun legen übers Moos,

mich lehnen an die Fichte und dann auf meinem Schoß.

Gezweig‘ und Kräuter breiten, so gut ich’s finden mag:

Wer will mir’s übel deuten, spiel ich den Sommertag?

Und hat Natur zum Feste nur wenig dargebracht:

Die Luft ist stets die beste, die man sich selber macht.

(Annette von Droste-Hülshoff)

Foto: Pixabay

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen